Tragische Niederlage gegen den Tabellenachbarn wirft Abstatt im Aufstiegskampf zurück
Abstatt - Auenstein 7:9
Nicht nur örtlich gesehen sind die Auensteiner unsere Nachbarn, nein, auch in der Tabelle der Herren-D-Klasse waren sie uns mit neun Minuspunkten dicht auf den Fersen. Aus diesem Grund war das Derby für uns von größter Wichtigkeit, besonders, da wir in der Vorrunde mit 5:9 verloren hatten. Als wir dann die gegnerische Mannschaftsaufstellung zu Gesicht bekamen und sie mit unserer eigenen, leicht geschwächten verglichen, kamen schon die schlimmsten Befürchtungen zu Tage. Nichts desto trotz kämpften wir: Doppel 1 (Leißler/Stirm) und Doppel 2 (Jäger/Zahn) hatten wenig Chancen zum Punktgewinn und gaben ihre Matches in je drei Sätzen ab. Eine erste kleine Sensation war der enge Sieg von Pfender/Ernstberger über Hermkens/Rust. Mit einem Gesamtspielstand von 1:2 spielte Simon Leißler konzentrierte vier Sätze gegen Alexander Stark, die er trotz defensiven Spiels für sich entscheiden konnte. Philipp Jäger unterlag dem starken Einser der Auensteiner, Hagen Layer, eher deutlich. In der Mitte zeigte Wolf-Dieter Zahn all seine Klasse und besiegte den heftig angreifenden Christof Stark überraschend. Alexander Stirm hatte mit Mark Sutschu keinerlei Schwierigkeiten und so zogen wir mit 4:3 an unseren Kontrahenten vorbei. Wolfgang Tschinkowitz, ein langjähriger Abstatter und ein nahezu sicherer Punktegarant im hinteren Paarkreuz, machte Manuel Ernstberger das Leben schwer und besiegte unsere Nummer 6 mit 3:0. Zumal Andreas Pfender bereits in der Vorrunde gegen Holger Hermkens schlecht ausgesehen hatte, erwarteten wir auch hier eher eine Niederlage. Andreas aber belehrte uns mit eiserner Härte eines Besseren und riss ein verloren geglaubtes Match (10:6 für Hermkens im Entscheidungssatz!) doch noch herum. Abstatt war nun mit 5:4 in Führung!
 

Andreas Pfender zeigte, dass auch verloren geglaubte Spiele mit dem richtigen Einsatz noch zu holen sind und blieb neben Simon Leißler der einzige Abstatter, der zwei Punkte nach Hause brachte.
 
Im vorderen Paarkreuz holte sich Philipp Jäger gegen Alexander Stark den erhofften Sieg. Simon Leißler hatte es mit Hagen Layer zu tun, welchen er nach verlorenem erstem Satz besser unter Kontrolle hatte. Er wiederholte seinen Vorrundenerfolg und blieb erneut gegen Auenstein in den Einzeln ungeschlagen. Mit einem 7:4 -Vorsprung sollte man fast nicht mehr verlieren, aber nun neigte sich unser Glück endgültig dem Ende zu: Alexander Stirm blieb gegen Christof Stark ohne Satzgewinn und Wolf-Dieter Zahn unterlag Mark Sutschu, der die Passivität unseres 70-jährigen Abwehrstrategen voll auszunutzen wusste (1:3). Im hinteren Paarkreuz lief es leider erwartungsgemäß ab: Wolfgang Tschinkowitz musste gegen den starken Andreas Pfender zwar einen Satzverlust hinnehmen, zeigte aber doch deutlich, dass er auch locker weiter vorne aufgestellt sein könnte. Manuel Ernstberger hatte gegen Holger Hermkens keinerlei Chancen, da auch dieser im hinteren Paarkreuz sicherlich bei weitem unterfordert ist. Es kam zum Schlussdoppel, in dem Alexander Stirm und Simon Leißler zu retten versuchten, was noch zu retten war: Das Unentschieden. Aber auch dies war uns am letzten Samstag nicht vergönnt gewesen: Nach zwei Sätzen Rückstand bäumte sich unser Stammdoppel noch ein letztes Mal auf und erreichte tatsächlich den alles entscheidenden fünften Satz. Beide kämpften wie Löwen, doch war das Glück nicht auf ihrer Seite. Mit 9:11, einem Punktestand, der knapper nicht möglich ist, mussten sie sich dem ungeschlagenen Einserdoppel der Auensteiner Layer/Tschinkowitz geschlagen geben.
 

Diese beiden traf es am härtesten: Alexander Stirm (links) und Simon Leißler waren die Unglücklichen, die durch ihre hauchdünne Niederlage im Schlussdoppel den Auensteiner Sieg besiegelten.
Es hatte nicht sollen sein! Mit den gegebenen Mannschaftsaufstellungen wären wir mit einem 8:8 höchst zufrieden gewesen, aber trotz einer Spielleistung, die insgesamt kaum zu toppen war, mussten wir die Überlegenheit des Gegners anerkennen. Solch eine Niederlage ist nicht leicht zu verdauen, besonders nicht, da wir mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz fast sicher in der Tasche gehabt hätten. Nun aber sind die Auensteiner die heißesten Anwärter auf Platz 2 und somit auch auf den Aufstieg in die C-Klasse.
Nächste Woche: Spielbericht Abstatt - Stetten.
Simon Leißler