29.1.2015

Fünf mal fünf Sätze: Krimi pur

SpVgg Oedheim I – TGV Abstatt I        6:2


Teil eins des Krimis begann schon im Doppel, wo Annalena und Miriam dem gegnerischen Einserdoppel zeigten, dass der Ausgang dieses Matches durchaus keine klare Entscheidung werden sollte. Im Gegenteil: erst nach fünf Sätzen hatten die Oedheimerinnen die Nase dann doch noch ein kleines Stückchen vorn. Am Tisch nebenan jedoch zeigte sich unser erstes Doppel souverän, sodass wir ausgeglichen in die Einzel starteten, wo Daniela gleich den Krimi fortsetzte. Gegen Dauerrivalin Tine Bez waren fünf Sätze fast schon vorprogrammiert. Sowohl Tine Bez, die durch einen geschickten Wechsel von Schupfball, Topspin und Schuss versuchte, den Ballwechsel für sich zu entscheiden, als auch Daniela, der es immer wieder gelang, diesen Versuch zu vereiteln und Bez ihrerseits zu einem Fehler zu zwingen, verlangte dieses Match technisch, aber auch konditionell einiges ab. Zumal Tine mit 12:10 im fünften Satz erst als Siegerin feststand, nachdem Annalenas und Saskias Partien schon beide nebenan entschieden worden waren. Annalena, die zur Rückrunde neu ins vordere Paarkreuz aufgerückt war, konnte gegen die starke Nummer eins der Gegnerinnen keinen Punkt holen, wohl aber in hochklassigen Topspin Duellen immer wieder zeigen, dass sie auch vorne eine durchaus ernstzunehmende Kontrahentin ist.

Das dritte Fünf-Satz-Spiel an diesem Tag bestritt Saskia in einem nicht minder rasanten Offensivspiel gegen Lisa Bez, doch auch hier ging der Punkt letztendlich an Oedheim.

Als ob all dies noch nicht genug Spannung gewesen wäre, ließ Miriam ihre Gegnerin im folgenden Spiel beim Stand von 10:4 nochmal auf 10:10 herankommen und schenkte ihr sogar noch zweimal einen Matchball. Doch sie bewies ausnahmsweise starke Nerven, sodass es ihr schließlich gelang, die Oedheimerin zu bezwingen.

Gegen Dauerrivalin Nummer zwei Sarah Schwarz kämpfte sich Daniela, wie konnte es anders sein, zum zweiten Mal durch fünf Sätze, und wieder musste sie sich am Ende um Haaresbreite geschlagen geben.

Auch Annalena konnte das Ruder nun nicht mehr herumreißen, sodass dieser Krimi nach guten zwei Stunden Spielzeit kein Happy End hatte. Jedoch war es denkbar knapp, wenn auch das Ergebnis, welches mit 6:2 doch ziemlich klar scheint, dies nicht vermuten lässt. Hätten wir statt einem alle fünf Fünf-Satz-Spiele gewonnen, so wären wir als ebenso klare Sieger nach Hause gefahren.

Tja, nun wissen Sie auch, warum wir Berichte schreiben: Weil ein Ergebnis allein oft nicht viel über ein Spiel auszusagen vermag. Oder hätten Sie gedacht, dass hinter einer 6:2-Niederlage solch ein Krimi stecken würde?


Miriam Kurtzhals

 
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