29.10.2014

Streben nach mehr

TSB Horkheim I – TGV Abstatt I         9:6

TSV Untereisesheim II – TGV Abstatt I         9:6


Als wir am 24.10. und 26.10.2014 nach Horkheim und Untereisesheim fuhren, wussten wir, dass auch diese beiden Punktspiele eine große Herausforderung werden würden.

Hier die Zusammenfassung der beiden Spiele:

Gleich zu Beginn wurde uns bereits bei den Doppeln aufgezeigt, auch wenn wir hochklassige Ballwechsel spielten, wie unsere momentane Verfassung ist und so konnten wir weiterhin unsere Spielkameraden zu deren Siege gratulieren (nur Markus und Michael konnten ein Doppel gewinnen).

Gerade wenn man im vornherein schon weiß, dass es eng wird, ist eine solche Situation für die weiteren Einzelspiele eine kleine Belastung.

Die Rückstände nach den Doppeln von 0:3 gegen Untereisesheim und 1:3 gegen Horkheim wollten wir so nicht einfach stehen lassen und kämpften umso mehr teils mit Freude und teils verbissen um jeden Punkt in den Einzeln.

Jeder, der sich momentan einen unserer Wettkämpfe anschaut wird feststellen, dass wir zu keiner Zeit aufgeben und stets jeden noch so hochkarätigen Gegenspieler nicht einfach gewinnen lassen.


Gunther, Markus und Michael konnten an diesen beiden Tagen in den Einzeln mit insgesamt 3:1 gewonnenen Spielen abschließen, Andreas und Werner holten 1:3 Punkte. Durch mehr gewonnene Doppel hätten wir sicherlich punktemäßig mehr erreichen können.

Wir warten also weiterhin auf einen Sieg – in der Ruhe liegt die Kraft.


Unser Streben nach Siegen und die Erinnerung an die verlorenen Punktspiele können einen Spieler in einen Zwiespalt zwischen dem Gefühl des Versagens und vergänglichen Glücks durch Gewinne bringen.

Nehmen wir einmal an, alle Spieler meiner Mannschaft gewinnen ihre Einzel und ich selbst verliere meine Spiele, was hat mir dann mein Streben nach dem einen gewinnenden Punkt gebracht – stehe ich doch nun alleine da mit einem Verlust. Gewinne ich allerdings mein Spiel und alle anderen verlieren ihre Spiele, so stehe ich auch hier wieder alleine da mit meinem Sieg.

Ich finde es wichtig hier zu erkennen, dass das Glück, welches wir wohl meinen zu bekommen, uns schlussendlich keine dauerhafte Erfüllung gibt, sondern wir sogar ständig auf der Suche nach dieser vergänglichen Zufriedenheit des Gewinnens sind. Ein Satz, der nach einem verlorenen Einzel fiel, war: „Woher soll ich Selbstvertrauen haben, wenn ich doch andauernd verliere?“. Ich glaube, genau das ist so trügerisch. Wir denken, wir sind im Leben so weit gekommen und was stellen wir letztlich fest: es hängt an unseren Siegen ob wir Selbstvertrauen haben oder nicht. Wir haben doch wieder einmal mit unserem verlorenen Punktspiel dem Gegner auch etwas für eine gewisse Zeit gegeben.

Und selbst wenn wir manchmal nicht an uns glauben, so kommt Simon mit zu unseren Punktspielen und muntert uns auf, gibt Ratschläge und zeigt uns mit seiner Anwesenheit, dass er sich extra Zeit für uns genommen hat und wir ihm auch wichtig sind. Wieder dürfen wir die Gemeinschaft und Zuversicht sehen anstatt unserer verlorenen Spiele.


Lasst uns an das, was wir tun, glauben und voller Freude und Tatendrang in das nächste Punktspiel gehen. Und wenn wir alles mit Bedacht und Ruhe angehen, uns und den gegenüber stehenden Spielkameraden respektieren, mit unseren gegebenen Talenten unser möglichstes geben und Gemeinschaft anstreben, dann werden wir so oder so erhöht werden – damit kann eine Leere auch längerfristig gefüllt werden.

Und auch wenn wir versagen sollten, so sind wir noch lange keine Versager.


Es spielten: Andreas Gall, Gunther Schmidt, Markus Mack, Werner Kropsbauer, Michael Bunk, Torsten Merz.


Michael Bunk

 
  Speed Read