14.10.2012
The same procedure as every year
RKV-06 Neckarweihingen I - TGV Abstatt I 9:4
Ähnlich wie dem VfB Stuttgart geht es der ersten Herrenmannschaft. Regelmäßig beginnen wir im Herbst mit regelrechten Startschwierigkeiten, um dann das Feld von hinten aufzurollen. Die Rückrunde war die letzen Jahre immer die Rettung. Doch trotzdem hatten wir uns gegen den Aufsteiger aus dem Ludwigsburger Teilort mehr erhofft. Doch schon in der Halle angekommen, hatten wir gewisse Schwierigkeiten ausgemacht. Die Beleuchtungsstärke ließ stark zu wünschen übrig. Doch es kam noch dicker.
Die Doppel der Gastgeber erwiesen sich als harte Nüsse, lediglich Thomas Hesser/Gunther Schmidt schafften es in den fünften Satz, um diesen dann deutlich zu verlieren. Die anderen beiden Doppel gingen jeweils in vier Sätzen verloren, wobei Andreas Gall/Frank Dreeßen nach gewonnenem ersten Satz die Führung im zweiten verspielten und damit die jungen Gegner regelrecht aufbauten. Zeit, um den ersten Schock zu verarbeiten, hatten wir nicht. Denn im vorderen Paarkreuz mussten Thomas und Markus schon ihr ganzes Können aufbieten, um dem Gegner Paroli zu bieten. Doch Markus spielte groß auf und ließ seinem Widersacher in den ersten zwei Sätzen nicht den Hauch einer Chance. Rückhand- wie Vorhandtopspins schlugen beim Gegner nach Belieben ein. Doch das Spitzenpaarkreuz der Landesliga ist kein Zuckerschlecken. Und so stellte sich der Gegner auf Markus' Spiel immer besser ein und gewann nach vielen hochklassigen Ballwechseln doch noch im fünften Satz. Thomas hingegen lag relativ schnell mit 0:2 Sätzen zurück. Doch irgend wie schafft er es immer, wieder zurückzukommen. Er erkämpfte sich die Sätze vier und fünf zum Ausgleich. Der Entscheidungssatz war lange Zeit völlig offen, doch im Endspurt leistete sich Thomas für seine Verhältnisse leichte Fehler sowie einen Fehlaufschlag, die 2:3-Niederlage war nicht mehr abzuwenden.
So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Und so war es an der Zeit, wenigstens ein wenig den Anschluss zu finden. Andreas gelang das gegen die gegnerische Nummer drei sehr gut. Clever und souverän spielte er den Sieg mit 3:0 nach Hause. Torsten hatte am Nebentisch weniger Erfolg. Zwar hatte er im zweiten Satz durchaus Gewinnchancen, dieser ging aber in der Verlängerung an den Neckarweihinger. Sätze eins und drei waren zu klar an den Gegner gegangen. Nun folgte so etwas wie das letzte Aufbäumen der Abstatter. Im hinteren Paarkreuz gewann zuerst Frank sein Einzel mit 3:1, danach hatte auch Gunther seinen Gegner mit 3:0 klar im Griff. Und als im Anschluss Thomas im Spitzenspiel der Einser ebenfalls klar mit 3:0 gewann und Markus wieder wie die Feuerwehr mit 2:0 in Satzführung ging, witterten wir Morgenluft. Doch leider erging es Markus wie im ersten Einzel, er verlor abermals im fünften Satz. Torsten und Andreas hatten dann im mittleren Paarkreuz noch gute Gelegenheiten, um uns weiter im Rennen zu lassen. Viele Sätze gingen über die volle Distanz oder wurden in der Verlängerung entschieden. Leider hatte es auf beiden Seiten nicht ganz zum Sieg gereicht und so verloren wir mit 9:4 vom Ergebnis her auf jeden Fall zu hoch.
Frank Dreeßen