7.10.2012
Gut gespielt - doch nicht belohnt
TGV Abstatt I - VfL Brackenheim I 6:9
Am Samstag stand der Klassiker zwischen dem TGV I (mit einer runderneuerten Mannschaft) und Brackenheim I an. Durch die Abgänge von Alexander Acker sowie Roman Gauß und der Pause von Jörg Schukraft mussten gleich drei Spieler ersetzt werden. Doch mit Markus Mack, Gunther Schmidt und Frank Dreeßen stehen auch hier wieder "altbekannte" Spieler mit Landesligaerfahrung an der Platte, wobei das Durchschnittsalter der Mannschaft rapide stieg. Nichtsdestotrotz wollten wir gegen die traditionell gut vorbereiteten und stets hochmotivierten Brackenheimer den ein oder anderen Punkt machen.
Gleich in den Doppeln taten wir uns schwer, in den Wettkampf zu finden, Brackenheim hingegen konnte schon zwei Wochen Wettkampfpraxis sammeln. Und so verloren Thomas Hesser/Markus Mack sowie Torsten Hart/Gunther Schmidt relativ klar in drei Sätzen. Nun war es wichtig, nicht gleich den Anschluss zu verlieren. Das von früher eingespielte Doppel Andreas Gall/Frank Dreeßen behielte jederzeit die Kontrolle und siegte ebenso klar mit 3:0. Im Spitzenpaarkreuz gab es dann in den folgenden Einzeln Spitzenballwechsel - wobei hier speziell Markus sich den ganzen Frust des Doppels vom Schläger schmetterte und schnell 2:0 in Satzführung ging. Sein Gegenüber Patrick Schuster fand zunächst keine Mittel gegen Markus' unwiderstehliches Topspinspiel. Doch in Satz vier und fünf "wurschtelte" sich Schuster irgendwie durch und kam dann immer besser ins Spiel holte sich auch den fünften Satz. Genau umgekehrt agierte Thomas Hesser. Mit neuem Belag war er zunächst sehr unsicher. Doch zunehmend spielte er sich rein und zwang Oliver K üstner im fünften Satz in die Knie. Im mittleren Paarkreuz wurden ebenfalls die Punkte geteilt. Während Torsten bei der 1:3-Niederlage sein verletzungsbedingter Trainingsrückstand anzumerken war, spielte Andreas groß auf und ließ Klaus Hessenauer beim 3:1 keine Chance. Im hinteren Paarkreuz mussten Gunther und Frank gegen zwei junge aber technisch sehr versierte Spieler antreten, wobei wir speziell mit Gunthers Erfahrung und Spielweise Vorteile für uns erwartet hatten. Aber auch hier zeigte sich, dass Training und körperliche Fitness in dieser Klasse wesentliche Grundvoraussetzungen sind. Ein guter Einstand gelang Frank allerdings mit dem klaren Sieg gegen Valentin Rembe.
Danach folgten zwei spektakuläre Siege von Thomas Hesser und Markus Mack. Wie im ersten Spiel hatte Thomas gegen die Nummer 1 der Gäste erstmal zwei Sätze keine Chance, doch nach und nach wurde er sicherer und "zerlegte" das Spiel des Gegners zum 3:2-Sieg. Am Nebentisch machte Markus sein Kabinettstückchen. Die ersten zwei Sätze spielte er grandios auf, um in den Sätzen drei und vier den Gegner Küstner wieder am Sieg schnuppern zu lassen. Im Fünften sah er schon wie der sichere Verlierer aus und wir dachten, ihn würde das gleiche Schicksal wie im ersten Spiel (Anm. d. Red.: Der aufmerksame Leser erinnert sich an seine 2:3-Niederlage) ereilen. Doch nach dem Seitenwechsel legte Markus richtig los, spielte sich in einen Rausch und holte sich den Sieg. Damit führten wir gegen die Brackenheimer sogar zwischenzeitlich mit 6:5 und wir witterten fette Beute. Doch es sollte ganz schwer werden, den letzten Einzelpunkt zur Sicherung des nun möglichen Schlussdoppels zu holen. Zuerst hatte Torsten Hart trotz guter Möglich keiten gegen Hessenauer das Nachsehen. Dann folgten zwei klare Drei-Satz-Niederlagen von Andreas Gall und Gunther Schmidt. Nun lag es an Frank, gegen den jungen aber schnellen David Hammer das entscheidende Pünktchen zu holen. Im ersten Satz gut begonnen, ließ er sich durch zwei Kantenbälle etwas aus dem Konzept bringen. Der zweite Satz ging denkbar knapp mit 11:13 verloren. Um die drohende Niederlage zu vermeiden, war nun Kamp- und Willenskraft erforderlich. Frank schaffte es nun, die Sätze drei und vier für sich zu entscheiden und begann auch im fünften mit einer 3:0-Führung. Diese Führung hielt noch an bis zum 6:3 und der Sieg war zum Greifen nahe. Doch dann (ich traue mich das fast nicht zu schreiben) war Schluss aus und vorbei und es gelang kein Punkt mehr. So wurde die Hoffnung einer ganzen Mannschaft auf ein mögliches Unentschieden zunichte gemacht. (Zur Strafe musste ich den Bericht schreiben.) Doch insgesamt war die Stimmung der Mannschaft gut und die guten Leistungen lassen positiv in die Zukunft bl icken.
Am morgigen Samstag spielen wir um 18 Uhr in Neckarweihingen, die aus heutiger Sicht einen direkten Wettbewerber um den Klassenerhalt darstellen. Wir werden wieder um jeden Ball kämpfen und unsere Leser und Fans hoffentlich nicht enttäuschen.
Frank Dreeßen