Kurz vor der Ziellinie abgefangen
Friedrichshaller SV I - TGV Abstatt II 9:6
Das Spiel am 11.2. hat zwar gezeigt, dass wir in der derzeitigen Verfassung mit den Besten der Liga mithalten können. Doch nach wiederum großem Kampf und teilweise begeisternden Spielen konnten wir das Glück diesmal nicht erzwingen. Doch wie alles begann ...
Zum Start hatten wir mal wieder unsere neu gewonnene Doppelstärke gezeigt - wobei Gunther und Markus diesmal alles bieten mussten, um gegen das unbequeme "Materialdoppel" Lienert/Walk zu bestehen. Nach einer knappen Niederlage von Ines und Konstantin und einem Sieg von Frank und Werner gingen wir wieder mit 2:1 in Führung. Doch schon im Anschluss zeigten die Friedrichshaller, warum sie im vorderen Drittel der Tabelle stehen. Nach Niederlagen von Ines, Markus und Frank lagen wir auf einmal mit 2:4 zurück. Das lähmt uns allerdings derzeit nicht und wir kommen durch unsere kämpferische Einstellung und blendende Moral immer wieder ins Match zurück. Und so gewannen Gunther, Konstantin und Werner in fünf, vier und drei Sätzen zur erneuten, wenn auch knappen Führung.
Im darauffolgenden Duell der beiden "Einser" Tobias Lienert gegen Ines Marquardt sah man das an diesem Tage beste Match mit tollen Ballwechseln und atemberaubendem Tempo. Leider musste sich Ines, trotz guten Spiels, ihrem Wiedersacher mit 13:11 im vierten Satz geschlagen geben. Markus holte dann, mit solider Leistung, im Anschluss die 6:5-Führung. Ein Unentschieden war zum Greifen nahe und daran zweifelte keiner der TGV-Schützlinge. Gunther hatte nach 2:0-Satzführung Spiel und Gegner (Ostertag) im Griff. Dieser stellte allerdings erfolgreich sein Spiel um und holte sich die restlichen Sätze. Frank konnte seine Leistung zu keiner Zeit abrufen und verlor klar in drei Sätzen. Werner sah gegen Jochen Stierle nach souveräner Leistung wie der sichere Sieger aus. Mit 2:1-Satzführung im Rücken führte Werner im vierten Satz schon mit 7:2 Punkten. Doch Stierle zog seinen Kopf nochmals aus der Schlinge und holte sich, teilweise etwas glücklich, Punkt um Punkt, gewann diesen Satz mit 13:11 und den Entscheidungssatz mit 12:10 - wir waren geschockt!
Nun lagen alle Hoffnungen auf Konstantin, der gegen den jungen Burkart durchaus gewinnen kann. Das Spiel war auch relativ offen in seinem Verlauf, wobei sich bis in den fünften Satz keiner so recht absetzen konnte. Leider konnte Konstantin dem Druck des Unbedingt-Gewinnen-Müssens nicht standhalten und so sollte es an diesem Abend kein Sieg werden. Insgesamt war es aber eine ordentliche, geschlossene Mannschaftsleistung, die uns nicht Bange macht vor den nächsten Aufgaben. Mit Neckargartach kommt zwar am kommenden Sonntag der nächste dicke Brocken vor den Schläger, danach sollten aber die nächsten fünf Spiele im März einige Punkte liefern.
Frank Dreeßen