Müder Auftritt beim Tabellenletzten
SpVgg Eschenau II - TGV Abstatt II 9:4
Der "Eschenau-Fluch" hält weiter an! Seit mehr als vier Jahren konnte keine Abstatter Mannschaft mehr bei der SpVgg punkten, völlig egal, ob die Gastgeber in der Tabelle vor oder hinter den TGV-Teams lagen. Den letzten Erfolg in der kleinen Halle mit den blauen Tischen und den orangenen Bällen hatte Abstatt am 18. Februar 2007. Damals war es die Herren 2, die als Meisterschaftsanwärter in der Kreisklasse C Eschenaus Vierte mit 9:0 zerlegte. Am vergangenen Samstag jedoch war unsere Zweite Meilen entfernt von solch einem Ergebnis, musste dem Tabellenletzten Eschenau II nach 3 Stunden 15 Spielzeit zu einem 9:4 gratulieren.
Eine müde wirkende Abstatter Truppe fand niemals die richtige Einstellung gegen das Schlusslicht der Bezirksklasse. Einzig Markus Mack und Frank Dreeßen hielten die TGV-Fahnen hoch. In den Doppeln punkteten unsere beiden Offensiv-Asse gegen Eschenaus Spitzenpaarung, in den Einzeln legte Markus mit zwei genialen Siegen über die beiden starken Führungsspieler des Gastgebers nach. Frank konnte mit einem 3:2-Erfolg in seinem zweiten Einzel zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, bevor der Vorhang endgültig fiel.
 

Lauert auf den finalen Punkt: Markus Mack (hier rechts beim Matchball gegen André Sommer) ist der große Star der Abstatter Rückrunde. Unser Spitzenmann präsentiert sich seit der Winterpause in absoluter Top-Form und führt aktuell mit einer Hammer-Bilanz von 10:2 die Spieler-Rangliste der Bezirksklasse an. Auch gegen Eschenau machte er wieder drei von drei möglichen Punkten.
 
Gunther Schmidt, Konstantin Agapov und Simon Leißler waren zwar in ihren Partien immer nah dran, vergaben aber in insgesamt drei Fünf-Satz-Krimis gute Chancen auf Messers Schneide. Das Schlüsselspiel war sicherlich das erste Einzel von Gunther, als er beim Gesamt-Spielstand von 2:2 gegen Eschenaus Nummer 1 André Sommer in der Verlängerung des Fünften mehrmals wie der sichere Sieger aussah, sich dann mit 19:21 schlussendlich aber doch noch den guten Nerven und dem Glück seines Kontrahenten geschlagen geben musste. Weit unter Normalform agierte Werner Kropsbauer, der erst am Morgen von einer Geschäftsreise in China zurückgekehrt war. Durch den großen Zeitunterschied (7 Stunden) war es auf seiner inneren Uhr bereits zum Spielbeginn um 18 Uhr 1 Uhr in der Nacht. So grenzte es schon beinahe an ein Wunder, dass er seine drei Matches durchhielt, ohne dass ihm am Tisch die Augen zufielen.
Durch die etwas leichtfertig verschenkten zwei Punkte haben wir den so wie so schon harten Abstiegskampf in der Liga noch weiter angeheizt. Vier Spieltage vor Schluss ist noch nicht absehbar, welche zwei Teams es am Ende erwischen wird, alle Mannschaften am Tabellenende haben noch Chancen, sich zu retten. Selbst wir sind als Tabellensechster mit unseren 13 Punkten noch nicht ganz gesichert, denn obwohl wir damit lediglich zwei Zähler entfernt vom dritten Tabellenplatz liegen, trennen uns nur drei Punkte vom ersten Abstiegsplatz. Eine Liga, die ausgeglichener nicht sein könnte, Spannung bis zum Ende ist garantiert!
Am Sonntag könnten wir mit einem Sieg gegen Untereisesheim den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen, gegen den bisher unbesiegten Tabellenführer haben wir jedoch wohl kaum mehr als eine Außenseiterchance. Spielbeginn: zuhause um 10 Uhr.
Simon Leißler