Abstatt ohne Fortune, Bietigheim ohne Knigge
TGV Abstatt I - TTC Bietigheim-Bissingen III 7:9
Nach dem 9:7-Erfolg am vergangenen Wochenende beim TSV Schwieberdingen wollte die erste Abstatter Tischtennismannschaft am Samstagabend im Heimspiel gegen Bietigheim-Bissingen nachlegen und sich aus den Abstiegsrängen befreien. Letztlich fehlte das nötige Quäntchen Glück zum Unentschieden, das die Abstatter nach viereinhalb Stunden Spielzeit verdient gehabt hätten. Das Sportliche rückte an diesem Abend in den Hintergrund.
Bereits in der Anfangsphase des Spiels zeigten sich die etablierten Spieler der Bissinger von ihrer unfairen Seite, ausgehend von dem sogenannten "Macher" Bissingens, der Abstatts Einser Thomas Hesser im fünften Satz des Doppels grundlos beleidigte und damit die geladene Atmosphäre verursachte. Auf die Liste der Unsportlichkeiten, die über beabsichtigt regelwidrige Aufschläge, fortwährendes Spucken auf den Boden bis hin zu ständigem Reklamieren und Kommentieren von Ballwechseln reichte, soll hier nicht weiter eingegangen werden. Es ist zu hoffen, dass die Jugendspieler Bissingens, die gegen Abstatt im Übrigen tolle Leistungen boten, nicht durch ein derartiges Verhalten ihrer Trainer beeinflusst werden und sich auf das Sportliche konzentrieren.Auch wenn Kampf und Motivation bei den Bissingern offensichtlich zu stimmen scheinen, sollte abgewogen werden, ob Vorbildcharakter bzw. das Benehmen beim Sport nicht von höherer Priorität sind, als ein so erspielter Sieg.
Auf Abstatter Seite überzeugte Matthias de Frenne mit zwei Einzelsiegen. Der beste Spieler an diesem Abend war ironischerweise der Bissinger Marcel Schröder, der abgesehen von seiner klasse Leistung, ruhig und besonnen an der Platte blieb und sich auf das Wesentliche konzentrierte.