Langes Spiel, lange Gesichter
TGV Abstatt I - SC Buchenbach II 7:9
In einem echten Tischtennis-Krimi ist die erste Abstatter Herrenmannschaft nach zuletzt fünf Siegen in sechs Spielen in ihrem Höhenflug von der Reserve der Oberliga-Truppe des SC Buchenbach gebremst worden. Nach vier Stunden Spielzeit waren die Hohenloher die Sieger einer Begegnung, in der die Abstatter einen hohen Rückstand beinahe noch aufgeholt hätten.
Wie fast schon gewohnt, ging die Erste nach den Doppeln mit 2:1 in Führung und konnte den Vorsprung nach den Eröffnungseinzeln beibehalten. Thomas Hesser gewann erwartungsgemäß gegen seinen Lieblingsgegner Wolpert nach taktisch klugem Spiel in drei Sätzen, während Roman Gauß Buchenbachs Nummer eins Böger nach hartem Kampf knapp unterlag. Im mittleren Paarkreuz schienen Alexander Acker und Jörg Schukraft nicht so recht bei der Sache zu sein und gaben ihre Spiele deutlich ab. Sie sollten ihre Kräfte für die nächsten Einzel geschont haben... Hinten rang Torsten Hart Abwehrspieler Ostermaier nieder, der immer wieder durch seine unglaublichen Vorhandschläge das Publikum zum Staunen brachte. Andreas Gall fand derweil kein Rezept gegen Groß-Horlacher, so dass Buchenbach zur Halbzeit mit 5:4 in Front lag. Im vorderen Paarkreuz schien Hesser Böger schon den Schneid abgekauft zu haben, als dieser den Spieß lauthals noch umdrehen konnte, worauf Youngster Gauß Wolpert in vier Sätzen unterlag und das 4:7 aus Abstatter Sicht allmählich bedrohlich wurde. Die Mitte drehte jedoch auf und konnte auf 6:7 verkürzen. Hierbei siegte Acker gegen den jungen Klinger knapp im Entscheidungssatz, während Schukraft Schäfer locker beherrschte. Chef-Sopran und VfB-Spitz Gall gelang gegen Ostermaier der 7:7-Ausgleich, wonach sich Hart Horlacher beugen musste. Im alles entscheidenden Schlussdoppel gelang es Hesser/Acker in hart umkämpften Sätzen gegen Buchenbachs Doppel 1 Böger/Horlacher nicht, die entscheidenden Punkte zu setzen, so dass Buchenbach ein bisschen glücklich zwei Punkte aus Abstatt entführte.
Nichtsdestotrotz können die Abstatter mit Punkten aus den nächsten und letzten beiden Spielen noch den Sprung auf Platz drei schaffen. Andererseits ist im Falle von Niederlagen auch noch ein hinterer Rang möglich. Am nächsten Samstag gastiert der TGV beim Zweitplatzieren Schwieberdingen. Ein Selbstläufer wird das mit Sicherheit nicht. Sofern die Erste mit den frostigen Bedingungen in Schwieberdingen warm werden kann, ist jedoch alles möglich.
Alexander Acker