Im entscheidenden Moment keine hundert Prozent
TGV Abstatt I - TGV Beilstein II 2:6
Gegen Tabellenführer Beilstein II ging es um die Meisterschaft. Die Gäste des letzten Samstags waren neben uns das einzige Team, das in der ganzen Rückrunde noch keinen Punkt abgegeben hatte und wir wussten, dass wir alles geben mussten, um diesen starken Kontrahenten zu besiegen. Leider fehlten im entscheidenden Moment ein kleiner Tick Leistung und das wichtige Quäntchen Glück. Eigentlich war das "Projekt Meistertitel" schon nach den Doppeln gescheitert, denn hier mussten sich sowohl Manuel Buch/Jens Mößner als auch Raymund Hackett/Luca Schwarz jeweils hauchdünn im fünften Satz geschlagen geben. Das Pech der knappen Niederlage verfolgte uns aber auch in den Einzeln. Hier machte Manuel ein tolles Spiel, lag mit 2:1 in Führung, nur um am Ende noch mit 9:11 im Fünften zu unterliegen. Raymund bezwang dann die Nummer 1 der Beilsteiner und Luca konnte als einziger Abstatter an diesem Tag ein wirklich enges Match für uns entscheiden - 11:8 im Entscheidungssatz gegen Mayer. Jens war nach verlorenem ersten Satz im Zweiten schon mit 8:1 in Führung, doch dann riss der Faden völlig und er musste diesen noch mit 8:11 abgeben. Von diesem Rückschlag erholte sich unsere Nummer 4 nicht mehr so war auch dieser Punkt dahin. Als dann im zweiten Durchgang im Match von Raymund gegen Tremmel auch noch das vierte von fünf ganz engen Spielen an Beilstein ging (wieder Niederlage im Fünften nach 2:1 Führung!) , war endgültig klar, dass es heute einfach nicht sein sollte. Den Schlusspunkt zum viel zu hoch ausgefallenen 2:6 gab Manuel ab, der gegen Zürn nie richtig ins Spiel fand.
Etwas enttäuscht sind wir natürlich über die Niederlage schon, vor allem deshalb, weil mit einer etwas besseren Tagesform und einer etwas größeren Portion Glück sogar das umgekehrte Ergebnis möglich gewesen wäre. Beilstein war zweifelsohne stark und ein solcher Gegner verzeiht es einem nicht, wenn man keine hundert Prozent Leistung abrufen kann. In den entscheidenden Momenten waren unsere Kontrahenten einfach einen kleinen Tick sicherer und genau das hat am Ende den Unterschied gemacht. Die TGV-Jungs werden ihren Kopf jetzt aber keineswegs in den Sand stecken, sondern am morgigen Samstag ab 13 Uhr zuhause gegen die TSG Heilbronn III versuchen, es besser zu machen. In der Vorrunde hatten wir gegen die jetzt durch unsere Niederlage zweitplatzierten Sontheimer ein 5:5 gespielt, aber nun sollte ein Sieg her, wenn wir Vizemeister werden wollen.
Simon Leißler