Mit blauem Auge in die Winterpause
TSV Willsbach II - TGV Abstatt II 9:6
Ein absolutes Debakel erlebte die Herren 2 am vergangenen Freitag beim letzten Vorrundenspiel in Willsbach. Dass der Siebtplatzierte deutlich gefährlicher einzustufen ist, als sein Tabellenplatz vermuten ließ, war uns bereits vor der Begegnung klar gewesen, aber dennoch hatten wir fest mit einem Sieg gerechnet. Nach den Doppeln und den Einzeln des vorderen Paarkreuzes sah es auch ganz so aus, als würde alles nach Plan laufen. Die TGV-Truppe war mit einem komfortablen 4:1 in Führung. Dann jedoch kam der Bruch: Weder Uwe Moeske und Torsten Merz in der Mitte, noch Simon Leißler und Konstantin Agapov hinten, gelang es, gegen die "ersatzverstärkten" Willsbacher zu punkten und plötzlich war aus einem Vorsprung ein 4:5-Rückstand geworden. Die Abstatter standen unter Zugzwang und vor allem das Spiel unserer Nummer 1, Markus Mack, litt sichtlich unter dem aufgekommenen Druck. 2:0 war unser bisher ungeschlagener Spitzenmann schon in Führung, als sein Gegner Ludwig zur Höchstform auflief. Satz um Satz holte der Willsbacher Einser auf und im Fünften zeigte Markus Nerven. Ludwig spielte sein bestes Tischtennis und holte mit 11:8 tatsächlich den niemals für möglich gehaltenen Sensationssieg! Dieser Schock gab den bereits angeschlagenen Abstattern den Rest. Zwar konnten Frank Dreeßen und Torsten Merz ihre zweiten Einzel für sich e ntscheiden, jedoch schaffte es der Rest des Teams nicht mehr, Normalform abzurufen. Ein Einzel nach dem anderen ging an unsere siegeshungrigen Kontrahenten und dann war es passiert: 9:6 für Willsbach, die zweite Saisonniederlage für die Herren 2, ein rabenschwarzer Abend für Abstatt.
 

Nur er zeigte keine Nerven: Obwohl seine ganze Mannschaft um ihn herum Stück für Stück abbröckelte, blieb Frank Dreeßen mit drei Siegen ein Fels in der Brandung!
 
Zum Zeitpunkt unserer Niederlage war Biberach als alter und neuer Tabellenführer nach wie vor ungeschlagen und somit lagen unsere Chancen, Meister zu werden, zum allerersten Mal nicht mehr allein in unserer Hand. Selbst neun 9:0-Siege in der Rückrunde würden nicht zum Aufstiegsplatz reichen, solange Biberach nicht noch gegen ein anderes Team verlieren würde. Die Herren 2 war am Boden zerstört, aber direkt am nächsten Abend kam die erlösende Botschaft: Unsere Freunde aus Wüstenrot hatten zuhause Biberach als erstes Team der Liga geknackt! 9:5 für den Tabellendritten und damit ist Biberach nun zwar nach wie vor Tabellenführer, aber jetzt mit zwei Minuspunkten, was so viel heißt wie: Wir sind wieder im Rennen! Die Meisterschaftschancen sind trotz des Patzers gegen Willsbach wieder da. Glück im Unglück also für die TGV-Sechs, die nun trotz eines blauen Auges sehr erleichtert in die Winterpause gehen darf.
Simon Leißler