Es hat nicht sollen sein! - Jungen 1 verliert das Rennen um die Meisterschaft:
TSG Heilbronn IV - TGV Abstatt I 6:4
Seit September 2006 hatte sich unsere erste Jungenmannschaft vollkommen schadlos gehalten: Neun Spiele und nicht eine einzige Niederlage! Dennoch war es ein anderes Team, das die Tabelle der Kreisklasse A2 anführte, nämlich die TSG Heilbronn. Der Herbstmeister hatte in der Vorrunde lediglich einen einzigen Punkt abgeben müssen - und zwar beim Unentschieden gegen Abstatt! Diese beiden Spitzen-Mannschaften mussten die Meisterschaft untereinander ausmachen, denn die anderen Teams der Liga waren bis dato keine Konkurrenz. Dank eines anscheinend nicht an Spannung interessierten Klassenleiters fand das Saisonfinale gleich zu Beginn der Rückrunde statt: Am letzten Samstag ab 13.30 Uhr in Heilbronn: Mit einer taktischen Variante in den Doppeln versuchten wir, zumindest einen Punkt zu sichern, was auch gelang: Mathes/Käser, M. machten kurzen Prozess mit dem gegnerischen Doppel 2 (3:0), während sich Flaig, M./Käser, T. der Heilbronner Spitzenpaarung geschlagen geben mussten (0:3). Aber bereits in den ersten Einzeln lief nicht mehr alles nach Plan, denn nur Jürgen Mathes gelang es, sein Match für sich zu entscheiden (3:1). Michael Käser hingegen war noch nicht richtig im Spiel und ging so gegen Richardt sang- und klanglos unter (0:3). Hinten musste nun mindestens ein Punkt kommen, aber wir hatten kein Glück: Trotz Führungen in allen drei Sätzen ließ sich Torsten Käser jeden jeweils auf der Zielgeraden doch noch entreißen und auch Simon Flaig konnte seine Potenziale nicht ausspielen (1:3). Es stand bereits 2:4 gegen uns und, da wir wussten, dass wohl nur ein Sieg reichen würde, um die TSG als Tabellenführer abzulösen, mussten nun alle Punkte kommen.
 

Hier lief noch alles nach Plan: Michael (1.v.r.) und Jürgen (2.v.r.) untermauerten ihre Position als stärkstes Doppel der Liga und schickten das Duo des Tabellenführers mit 3:0 von der Platte!
 
Vorne war Michael Käser endlich auf maximaler Betriebstemperatur und in diesem Stadium kann unsere Nummer 2 normal nichts und niemand bremsen: In Satz 3 war sein Kontrahent mit einer 8:1-Führung auf einem sicheren Weg zum ersten Satzgewinn, aber auch das verhinderte Michael mit einer unglaublichen Aufholjagd (Endstand: 12:10). Jürgen war am anderen Tisch bereits mit 2:0 Sätzen auf der Siegerstraße gegen die Heilbronner Nummer 1 und unsere Hoffnung wuchs. Aber Richardt kam immer mehr ins Spiel, Jürgen verlor den Faden und die Nerven und so schlussendlich auch noch das Match. Heilbronn hatte fünf Punkte, ein Sieg war nicht mehr möglich, die Meisterschaft somit faktisch verloren! Aber trotz dieser bitteren Ernüchterung wollten unsere Jungs zumindest nicht verlieren und so wurde im hinteren Paarkreuz noch einmal richtig gekämpft. Mit einer sensationellen Leistung besiegte Simon den starken Beez mit 3:2. Torsten, den wir für die Einzel an Stelle von Michael Flaig als Überraschungs-Joker eingebaut hatten, spielte g ut gegen Börger, aber ein letztes Mal zeigte das Glück den Abstattern, auf welcher Seite es an diesem Tag stand: Mit 12:14, 8:11, 13:11 und 11:13 unterlag unsere Nummer 4 knapper als knapp dem von Netzstreifern und Kantenbällen reichlich gesegneten Spiel seines Kontrahenten. 4:6 aus Abstatter Sicht, die Begegnung war verloren, alle Hoffnungen auf die Meisterschaft passé!
Am Ende muss man sagen, dass das konstantere Team gesiegt hat. Die TSG Heilbronn ist vielleicht nicht direkt besser, aber ihr gelingt, was wir nicht schaffen: Eine völlig gleichbleibend starke Saisonleistung bringen ohne Tiefs und ohne Aussetzer. Viel hat wahrlich nicht gefehlt, um hier anstatt mit einem 4:6 mit einem 6:4 die Halle zu verlassen, aber es hat einfach nicht sollen sein. Als Trost und einzige Motivation bleibt uns nur die Gewissheit, dass wir - wenn wir weitermachen wie bisher - sicher auf dem zweiten Tabellenplatz bleiben und damit aufsteigen werden.
Morgen müssen spätestens ab 13.30 Uhr die letzten Tränen getrocknet sein, denn dann gilt es, dem Viertplatzierten Beilstein zu zeigen, dass eine unglückliche Niederlage in dieser Saison mehr als genug ist!
Simon Leißler