Zu hoch gepokert, Punkt verschenkt!
TGV Beilstein VI - TGV Abstatt III 6:4
Einen einzigen Tabellenplatz höher als wir waren die Beilsteiner vor der Begegnung am letzten Samstag und wir wussten, dass beim Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten alles möglich war. Nach den Niederlagen der letzten Spiele wollten wir unbedingt einmal wieder ein Erfolgserlebnis und deshalb war das Ziel von vorne herein der Sieg. Leider pokerten wir aus diesem Grund gleich in den Doppel zu hoch und versuchten, durch zwei sehr ausgeglichene Paarungen beide Punkte einzufahren. Natürlich kam es dann, wie es kommen musste: Aus unserem Plan wurde nichts, denn anstatt zweimal zu gewinnen, unterlagen Moeske/Metzger und Mütsch/Mössinger in ihren jeweiligen Matches denkbar knapp und so gingen wir mit einem 0:2-Rückstand in die Einzel. Dort teilten wir uns die Punkte dann immer abwechselnd mit den Beilsteinern, denn vorne konnte sich nur Daniel Moeske in seinen zwei Spielen durchsetzen, während Andi Mütsch unterlag, hinten war es Lionel Mössinger, der keine Partie verlor und Jens Metzger, der seinen Kontrahen ten gratulieren musste. Am Ende stand es dann 4:6 und unsere Jungs waren leer ausgegangen!
 

Lionel (links) präsentierte sich gegen Beilstein in eindrucksvoller Form und holte - genau wie Daniel - aus zwei Einzeln zwei Punkte für Abstatt. Leider wurde diese super Leistung nicht von einem Mannschafts-Sieg gekrönt.
 
Ärgerlich ist das Ergebnis allemal, denn mit einer mehr auf Sicherheit ausgelegten Doppelvariante, hätten wir in den zwei Anfangsspielen definitiv ein 1:1 gemacht und damit den fehlenden Punkt zum Unentschieden errungen. Leider ist es für dieses Mal gelaufen, aber wir haben daraus gelernt und werden im nächsten Spiel gegen einen weiteren Tabellenachbarn -nämlich den TV Lauffen- weniger übermütig sein (11.11., 15 Uhr, auswärts). Natürlich tragen unsere Jungs an der Niederlage gegen Beilstein keinerlei Schuld, denn die Doppel werden in dieser Altersklasse nicht von den Spielern selbst aufgestellt, sondern vom Trainer. Und aus diesem Grunde bleibt mir jetzt nur noch, reumütig zu bekennen: "Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!"
Simon Leißler