1.8.2015

Jugend-Vereinsmeisterschaften 2015 – Teil 2


Am 21. Juni fanden die diesjährigen Vereinsmeisterschaften der Jugend statt, in drei Konkurrenzen ging es um die begehrten Titel. Nach den Ergebnissen der Anfänger/Jugend U12 in der letzten Woche heute der Bericht der Mädchen U18.


Neue Herausforderinnen, alte Siegerin


Für Überraschungen war die Konkurrenz der Mädchen U18 in den letzten Jahren nicht gerade gut. Fünfmal in Folge hatte die jetzt 16-jährige Daniela Fetzer den Titel gewonnen, die letzten drei Jahre ohne eine einzige Niederlage. Doch in diesem Jahr sorgten zwei neue Herausforderinnen für Spannung. Marina Kubelj und Jessica Wenninger, die von Großbottwar beziehungsweise Schozach nach Abstatt gekommen sind und ab der nächsten Saison für den TGV aufschlagen werden, wollten der Rekordvereinsmeisterin den Sieg streitig machen. Aber auch insgesamt war das Teilnehmerfeld stark besetzt, zum ersten Mal nach 2009 kämpften wieder zehn Mädchen um Plätze und Medaillen. Sowohl die Titelverteidigerin als auch ihre stärksten Kontrahentinnen kamen gut durch das Turnier, vor den entscheidenden Partien waren Jessi und Marina genauso wie die Mädchen-1-Spielerinnen der letzten Runde, Annalena Ogrodnik und Saskia Kurtzhals, noch ohne Niederlage. Dann jedoch konnten sich unsere beiden Neuzugänge in den direkten Duellen absetzen. Das Match zwischen Marina und Jessi musste entscheiden, welche von beiden ungeschlagen in das Spiel gegen die ebenfalls noch unbezwungene Daniela gehen konnte.

 

Herzlich willkommen im neuen Verein: Unsere beiden Neuzugänge Marina Kubelj (links) und Jessica Wenninger (rechts) zeigten bei ihrem ersten Turnier in Abstatt gleich, was für starke Spielerinnen sie sind.

 

Die beiden Klassenkameradinnen am HCG in Beilstein, die erst beim ersten gemeinsamen Training in Abstatt erfahren hatten, dass sie ab der nächsten Saison zusammen im gleichen Verein spielen würden, lieferten sich ein absolut hochklassiges Duell auf Augenhöhe, bei dem sie zeigten, was für tolle Verstärkungen sie für den TGV sein werden. Hauchdünn konnte sich im fünften Satz Marina durchsetzen und wartete nach nun bereits acht absolvierten Matches auf Endgegnerin Daniela. Die musste aber zuerst noch gegen Jessi antreten, ein prestigeträchtiges und immer spannendes Duell, das in den letzten Jahren bereits zahlreiche Male in den entscheidenden Runden der höchsten Mädchenturniere auf Bezirksebene stattgefunden hatte, und bei dem mal die eine, mal die andere als Siegerin vom Tisch gegangen war. Beim ersten vereinsinternen Vergleich konnte sich Daniela mit 3:1 durchsetzen.


Die Entscheidung über den Titel 2015 musste also das Match zwischen Daniela und Marina bringen. Ganz im Gegensatz zum „Klassiker“ Daniela gegen Jessi waren sich diese beiden noch gar nie gegenübergestanden, als Spielerin bei Großbottwar hatte Marina bisher im Nachbarbezirk Ludwigsburg aufgeschlagen. Trotz bereits rund drei Stunden größter Anstrengungen im Jeder-gegen-jeden-Modus gaben die beiden Mädels noch einmal Vollgas. Marina konnte sich gut auf das Defensivspiel von Daniela einstellen, kam immer wieder durch starke Offensivaktionen zu Punkten, schlussendlich war die Titelverteidigerin aber sicherer und behauptete mit einer tollen Leistung und 3:1 Sätzen ihr Wohnzimmer. Glückwunsch an Daniela für Gold Nummer sechs, aber auch Glückwunsch an unsere beiden großartigen Neuzugänge Marina (Silber) und Jessi (Bronze)! Platz vier errang Saskia vor Annalena, beste Nachwuchsspielerin war U12-Vereinsmeisterin Victoria Merz, die den sechsten Platz erreichte. Immerhin: Vier Sätze hat Daniela im Turnierverlauf abgeben müssen, so viele wie in den letzten drei Jahren zusammen – das macht der Konkurrenz doch ein wenig Hoffnung.

 

Gefordert, aber nicht entthront: Daniela Fetzer (Mitte; Gold) konnte sich gegen die Angriffe ihrer beiden neuen Mannschaftskolleginnen Marina Kubelj (links; Silber) und Jessica Wenninger (rechts; Bronze) behaupten und gewinnt ihren sechsten U18-Vereinsmeistertitel in Serie. Gemeinsam werden die drei in der nächsten Saison für den TGV in der höchsten Mädchenliga überhaupt, der Verbandsklasse, aufschlagen.

 

Simon Leißler

 
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