30.10.2014

Jugend-Bezirksmeisterschaften 2014:


15 Medaillen – Abstatt erstmals drittbester Jugendverein im Landkreis!


2013 war das Jahr des Durchbruchs. Nach kontinuierlichen Steigerungen seit 2009 erreichten die Abstatter Jugendspielerinnen und Jugendspieler bei Bezirksmeisterschaften ein ganz neues Level: von sieben auf 13 Medaillen, auf einmal mit dabei unter den erfolgreichsten Vereinen des Landkreises. Würden wir dieses Ergebnis 2014 halten können? Ja! Und wir konnten es nicht nur halten – sondern es sogar ein weiteres Mal toppen. 16 Abstatterinnen und Abstatter waren am 11. und 12. Oktober in der Halle des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Böckingen für den TGV an den Tischen, alle zeigten großartige Leistungen, besonders die Mädchen stürmten die Edelmetall-Ränge.


Zweimal Gold für Daniela Fetzer nach erstem Zeitspiel der Bezirksmeisterschafts-Geschichte


Zum ersten Mal ging eine Abstatterin als Titelverteidigerin in einer Einzelkonkurrenz ins Rennen. Daniela Fetzer (Mädchen U17) hatte vor einem Jahr das erste Einzelgold der Vereinshistorie geholt, diesen Erfolg wollte sie unbedingt bestätigen. Ohne Satzverlust erreichte Daniela das Halbfinale, aber dieses Mal wartete hier bereits die letztjährige Endspielgegnerin, Dauerrivalin Tine Bez aus Oedheim. Und die hatte einen Plan. Nach zahlreichen Niederlagen gegen Abwehrspielerin Daniela setzte die sonst offensive Bez komplett auf Sicherheit. Kein Risiko, kein Angriff, nur Schupfbälle. Mit Danielas ebenfalls rein passivem Spiel entspann sich ein Nervenkrimi mit fast ewigen Ballwechseln, nicht selten eine Minute oder länger. Und die Taktik von Bez schien aufzugehen. Zwar waren es immer nur Nuancen, doch die Oedheimerin konnte 2:1 in Führung gehen. Daniela stand mit dem Rücken zur Wand – doch dann schritt der Oberschiedsrichter des Turniers ein. Die Sätze hatten zu lang gedauert, es gab Zeitspiel. Die Betreuer beider Spielerinnen waren komplett perplex, das hatte es bei Jugend-Bezirksmeisterschaften noch niemals zuvor gegeben. Der Schiedsrichter erklärte den Spielerinnen und Coaches die Regel, die in früheren Zeiten dafür geschaffen worden war, sonst ewige – und damals noch sehr häufige – Duelle zweier Abwehrspieler zu einem Ende zu führen. Im Zeitspiel geht der Satz genauso wie normal bis elf, der Aufschlag wechselt aber nach jedem Punkt und ein zweiter Schiedsrichter ist am Tisch, der laut die Ballkontakte zählt. Hat der Ballwechsel bis zum dreizehnten Ballkontakt keine Entscheidung gefunden, geht der Punkt automatisch an den Rückschläger. Damit ist der Aufschläger so zu sagen gezwungen, irgendwann offensiv zu werden und einen Fehler des Gegners zu erzwingen. Nach den in Windeseile ausgearbeiteten neuen taktischen Hinweisen ging es los – und Daniela nutzte die Chance. Beherzt und taktisch in den richtigen Momenten streute sie immer wieder Angriffsbälle ein und machte Punkte gegen die Offensivspielerin. Auch Bez kam einzelne Male mit Topspin-Schlägen durch, doch Daniela war hoch konzentriert und wehrte die meisten Attacken ab. Mit einer brillanten Leistung drehte die Abstatterin das Spiel und gewann sowohl den vierten als auch den fünften Satz im Zeitspiel.


Nach diesem Kraft- und Nervenakt stand aber vor dem Einzelfinale erst das Doppel-Endspiel an. Daniela spielte auch in diesem Jahr wieder mit Jessica Wenninger aus Schozach, mit der sie bei der gemeinsamen Premiere 2013 direkt das Finale erreicht und die bisher als quasi unbesiegbar geltende Paarung Kristin Fabriz (Seriensiegerin bei den Mädchen U15; Neckarsulm) und Tine Bez (Oedheim) bei einem hauchdünnen 2:3 am Rand einer Niederlage hatte. Diesmal wollten die beiden die Titelverteidigerinnen stürzen und natürlich traf man sich im Finale erneut. Nach zwei klaren Auftaktsätzen, die sich die Paarungen teilten, war es im Dritten ganz eng. In einer umstrittenen Endphase setzten sich Fabriz/Bez jedoch durch und führten 2:1. Im Vierten sah es dann so aus, als sollten die Serien-Bezirksmeister ein weiteres Mal siegen. Aber im entscheidenden Moment unter größtem Druck spielte vor allem Jessica grandios auf, peitschte den Gegnerinnen Topspin um Topspin auf die Platte. Daniela hielt die Bälle sicher im Spiel und nach Abwehr von Matchbällen schafften es die beiden mit 14:12 unter dem Jubel der Halle in den fünften Satz. Und dann spielten sie wie im Rausch. Die Titelverteidiger wackelten, sie spürten, dass ihre Gegnerinnen an den Sieg glaubten und ihn unbedingt wollten. Angetrieben vom Abstatter Fanblock spielten Daniela und Jessica phänomenales Tischtennis – und sie spielten gemeinsam, als Doppel. Als der letzte Punkt zum 11:7 gemacht war, gab es kein Halten mehr, die beiden Mädchen hatten die scheinbar Unbesiegbaren besiegt, verdient, nach einer herausragenden Leistung.

 

Sie haben es geschafft: Daniela Fetzer (links) und Jessica Wenninger (rechts, SV Schozach) haben die großen Titelverteidigerinnen Fabriz/Bez besiegt und sind das beste U17-Doppel des Bezirks.

 

Für Daniela gab es aber keine Zeit zum Verschnaufen. Direkt im Anschluss an die nervliche Achterbahnfahrt stand das Einzelfinale an. Nach dem Zeitspiel-Sieg gegen Tine Bez war die härteste Kontrahentin bereits eliminiert und mit Emel Tasdemir aus Erlenbach hatte die Abstatterin eigentlich eine Wunschbesetzung im Endspiel, gegen Emel hatte sie in der Gruppenphase mit 11:4, 11:3 und 11:5 mehr als nur klar gewonnen. Doch dann zeigte sich, welche Spuren das ewige Zeitspiel-Drama im Halbfinale und das ebenfalls sowohl anstrengende als auch hochemotionale Doppel-Endspiel hinterlassen hatten. Daniela war stehend k.o., traf kaum mehr die einfachsten Bälle. Satz 1 ging verloren, Satz 2 ging verloren und Daniela rang mit ihrer Fassung. Doch dann beruhigte sie sich, warf mit dem Mut der Verzweiflung noch einmal alles in die Partie – und schaffte es tatsächlich, das verlorene Match zu drehen. 11:3 im dritten Satz für Daniela und auf einmal kehrten die Lebensgeister zurück. Mit jedem Ballwechsel frischer und besser ließ die Abstatterin Tasdemir nicht mehr zurück ins Spiel und verteidigte mit einem 3:2-Erfolg nicht nur ihr Einzel-Gold, sondern wurde zusammen mit dem Doppel-Triumph auch die erste Abstatter Zweifach-Bezirksmeisterin. Großartig, Daniela!

 

Kraftleistung, Nervenleistung, Wille: Daniela Fetzer (Mitte) verteidigt ihren Bezirksmeistertitel bei den Mädchen U17 (links: Final-Gegnerin Emel Tasdemir; rechts (v.l.): Doppel-Partnerin Jessica Wenninger, Zeitspiel-Halbfinal-Gegnerin Tine Bez).

 

Neu-Abstatterin beendet Doppel-Hattrick-Hoffnungen von Teamkollegin


Bei den Mädchen U15 hatten wir eine weitere Titelverteidigerin im Rennen, Saskia Kurtzhals hatte in den letzten beiden Jahren zusammen mit Lisa Patzer (jetzt Erlenbach) die Doppel-Konkurrenz gewonnen und visierte den Gold-Hattrick an. Doch die Auslosung hatte Sinn für Dramatik. Im ersten Spiel, das gleichzeitig das Halbfinale war, traf Saskia auf Neu-Abstatterin und Neu-Mannschaftskollegin Annalena Ogrodnik, die an der Seite von Annika Vogt aus Oedheim spielte. Ein Giganten-Halbfinale, dessen Ergebnis keiner voraussagen konnte. Nur eine Abstatterin konnte ins Finale einziehen und am Ende waren es Annalena und Annika, die den Lauf der zweifachen Goldmedaillen-Gewinnerinnen stoppten, mit dem knappest möglichen Ergebnis. 12:10 im fünften Satz siegten Ogrodnik/Vogt gegen Saskia und Lisa, die sich damit mit Bronze zufriedengeben mussten. Nun hofften wir natürlich darauf, dass der Titel wenigstens weiterhin in Abstatter Hand bleiben würde, doch Annalena und Annika unterlagen im Finale gegen Ramona Betz aus Neckarsulm und Felica Grube aus Gochsen fast genauso knapp (1:3 und 11:13 im vierten Satz), wie sie das Halbfinale gewonnen hatten, dennoch Silber für Abstatts neue Mädchen-1-Spielerin Annalena. Während Saskia auch im U15-Einzel nach einer engen 2:3-Niederlage gegen Annalenas Doppelpartnerin Annika in diesem Jahr nicht über Bronze hinauskam, schaffte es ihre jüngere Teamkollegin in der U14-Konkurrenz auf den zweiten Platz. Nach einem 3:0-Sieg im Halbfinale gegen Fabienne Hahn (Erlenbach), fehlte im Endspiel gegen Lisa Bez aus Oedheim in jedem Satz nur ein Quäntchen (9:11, 11:13, 10:12). Im Einzel nicht ganz so erfolgreich wie die beiden Jüngeren waren Miriam Kurtzhals (U18) und Annika Brandt (U17), die aber dafür gemeinsam im U18-Doppel nach einem starken Viertelfinal-Erfolg und einer knappen Halbfinal-Niederlage Bronze gewannen.

 

Abstimmung vor dem Aufschlag: Annalena Ogrodnik (rechts) und Annika Vogt (links, Oedheim) harmonierten als Doppel gut, mussten sich im Finale aber dennoch knapp geschlagen geben.

 

Eine Überraschungs-Bezirksmeisterin und ein Schwestern-Finale


Die Medaillen-Hoffnungen ruhten aber nicht nur auf den älteren Mädchen-Spielerinnen, sondern auch von den Jüngsten war schon einiges zu erwarten. Nach ihrem Durchbruch bis zur am 12. und 13. Juli in Offenburg ausgespielten Baden-Württembergischen TOP-16-Rangliste der Mädchen U13 war Victoria Merz eine ganz heiße Kandidatin auf den Bezirksmeistertitel bei den Mädchen U11, doch auch die Konkurrenz war stark. Nach makelloser Leistung in der Gruppenhase und im Viertelfinale konnte die junge Spitzenspielerin unserer Mädchen-U18-2-Mannschaft in der Runde der besten Vier Neckarsulms Anna Gumbrecht mit 3:1 besiegen. Das Endspiel gegen Melanie Schraag aus Erlenbach war hochklassig, keine Scheu, sondern volles Risiko, Schuss gegen Schuss – aber schließlich mit dem besseren Ende für die Erlenbacherin. Victoria unterlag mit 1:3, durfte sich aber über eine starke Silber-Medaille ebenfalls freuen.


Dafür triumphierte eine andere, die gar keiner so richtig auf der Rechnung hatte. Dass sie eine tolle Turnierspielerin ist, war zwar bekannt, aber dass sie so sensationell spielen würde, hatte auch sie selbst sicher nicht erwartet. Celine Maier kam bei den Mädchen U12 locker durch die Gruppe und konnte auch das Viertelfinale mit 3:0 deutlich für sich entscheiden. Ihre große mentale und kämpferische Stärke zeigte sie dann im Halbfinale, als sie Lea Brückmann aus Stetten mit 3:2 ausschaltete. Im Endspiel stand die Abstatterin nun Turnierfavoriten Mia Hofmann aus Neckarsulm gegenüber, die in ihrem Halbfinale Celines Teamkollegin Melissa Millaku mit einem 3:1 auf den Bronzeplatz verwiesen hatte. Hier packte Celine alles an Cleverness und Nervenstärke aus, was sie aufzubieten hatte und stellte sich ihrer technisch versierteren Kontrahentin entgegen. Und der Kopf machte den Unterschied. Mit 20:18 und 12:10 holte Celine mit Nerven aus Stahl die zwei hauchdünnen ersten Sätze, der Schlüssel zum Sieg. Im dritten Satz war Hofmann stärker (4:11), doch Celine behielt die Ruhe, konnte sich anpassen und bezwang die Favoritin im Vierten tatsächlich mit 11:8. Celine Maier ist damit Bezirksmeisterin, nach Daniela erst die zweite der Abstatter Vereinsgeschichte in einem Einzel-Wettbewerb, eine wirklich grandiose Geschichte. Herzlichen Glückwunsch, Celine!

 

Ob sie es in diesem Moment schon richtig realisieren konnte? Celine Maier (Mitte) gelang die ganz große Sensation, Überraschungs-Bezirksmeisterin der Mädchen U12 und das nicht durch Glück, sondern durch eine großartige Leistung! (links: Final-Gegnerin Mia Hofmann; rechts (v.l.): Doppelpartnerin und Teamkollegin Melissa Millaku, Halbfinal-Kontrahentin Lea Brückmann)

 

Gemeinsam mit Melissa setzte Celine sogar noch eins drauf, Silber im U12-Doppel, nach einer 1:3-Niederlage gegen das Neckarsulmer Duo Gumbrecht/Hofmann im Endspiel. Im Finale des U11-Doppels trafen sich zwei Schwestern. Victoria spielte an der Seite ihrer Einzel-Bezwingerin Melanie Schraag, aber auch ihrer jüngere Schwester Rebecca Merz hatte es bis ins Endspiel geschafft, gemeinsam mit einer anderen Erlenbacherin, Lisa Mandel. Eine junge Abstatt-Erlenbach-Paarung gegen eine noch jüngere, den Sieg holten sich die zwei Erfahreneren. Victoria und Melanie gewannen mit 3:0, also Gold für die große, Silber für die kleine Schwester.

 

Gegnerinnen im Einzelfinale, Partnerinnen im Doppel: Victoria Merz (links) und Melanie Schraag (Erlenbach, rechts) waren im U11-Doppel eine Klasse für sich und gewannen den Titel ohne Satzverlust.

 

Jungen-1-Spieler schaffen Doppel-Premiere und holen Einzel-Bronze


Neben den Mädchen feierten aber auch die Jungen tolle Erfolge, besonders die Spieler der Jungen U18 1. Tobias Mödinger hatte 2013 als erster Abstatter Junge Einzelsilber gewonnen und auch in Böckingen zeigte er wieder, was in ihm steckt. Drei 3:0-Siege in der Gruppenphase der Jungen U13, zwei weitere 3:0-Siege gegen zwei Zaberfelder Nachwuchs-Hoffnungen im Achtel- und im Viertelfinale. Mit 15:0 Sätzen erreichte der Jüngste des Jungen-U18-1-Quartetts am Samstag die Runde der besten Vier, die – gemeinsam mit allen anderen Halbfinal- und Finalspielen von Mädchen und Jungen im Doppel und Einzel – am Sonntag ausgespielt wurde. Hier traf Tobias auf seinen Endspielgegner des letzten Jahres, Tobias Beck von der TSG Heilbronn. Der Abstatter machte ein wirklich konzentriertes und kämpferisches Spiel, in dem er mit konsequentem Angriffs-Tischtennis immer wieder zu Punkten kam, schließlich reichte es aber in allen drei Sätzen nicht ganz und Beck ging erneut als Sieger vom Tisch. Trotzdem ein starker Erfolg, Bronze für Tobias.


Während Teamkollege Jens Mößner im sehr stark besetzten Jungen-U18-Wettebewerb bereits in der Gruppe mit 1:2-Bilanz die Segel streichen musste, zeigte das vordere Paarkreuz der Jungen 1, Michael Matthes und Marcus Mödinger, super Leistungen, sowohl im Einzel als auch noch mehr im Doppel. In den Einzeln gewannen beide bei den Jungen U17 ihre Gruppen ohne Satzverlust. Michael besiegte nach einem Freilos im Achtelfinale einen Kontrahenten aus Heilbronn, hatte dann aber wie bereits im letzten Jahr Lospech. Tim Hankel hieß der Gegner im Viertelfinale, der spätere Gesamtsieger des Turniers, gegen den Michael bei seiner 1:3-Niederlage ein tolles Spiel machte und dem Heilbronner als einziger neben seinem Finalgegner und Vereinskollegen Fabian Rau einen Satz abnehmen konnte. Marcus kämpfte sich nervenstark durch zwei Fünf-Satz-Krimis gegen hochkarätige Kontrahenten aus Obereisesheim und Bad Friedrichshall, bis er im Viertelfinale auf den bereits genannten Fabian Rau traf, gegen den bei einem klaren 0:3 leider nichts zu holen war. Im Doppel traten die beiden zusammen an und spielten sich in einen Lauf hinein. Nach einem Freilos bezwangen sie im Achtelfinale die starke Paarung Bauer/Grimmeisen (Offenau/Obereisesheim, 3:1), bevor sie im Viertelfinale mit Knodel/Muliqi von der TSG Heilbronn kurzen Prozess machten (3:0). In der am Sonntag gespielten Endrunde wollten die beiden aber noch weiter kommen – und schafften das mit einer konzentrierten Leistung gegen das Ilsfelder Duo Dudt/Föll (3:0). Im Finale warteten alte Bekannte. Einzel-Vizebezirksmeister Fabian Rau und Michael Zlomke, der Spieler, mit dem Michael vor zwei Jahren als erster Abstatter Junge eine Bezirksmeisterschaftsmedaille gewonnen hatte, die Silber-Medaille im U14-Doppel. Die beiden Heilbronner waren die klaren Favoriten, im Turnierverlauf hatten sie nicht einen einzigen Satz abgegeben und nicht einmal auch nur eine Satzverlängerung spielen müssen. In Satz eins waren die Abstatter überfordert von dem Offensivwirbel ihrer Kontrahenten und unterlagen mit 2:11. Im zweiten Satz fanden sie ins Spiel und verloren nur noch 6:11. Auch wenn sie selbst wussten, dass ein Sieg gegen diese beiden Gegner nun fast kaum mehr möglich war, wollten sie nicht aufgeben und zeigten im dritten Satz allen, was Moral und Kampfgeist ist. Bis zum Stand von 18:19 forderten sie die Heilbronner auf Augenhöhe, hatten Satzbälle, doch dann setzte sich die geballte Klasse der Favoriten doch durch. Zwar eine Niederlage, aber dennoch ein toller Erfolg und das erste reine Abstatter Jungen-Doppel, das bei Bezirksmeisterschaften Silber gewinnen konnte.

 

Das erste Abstatter Silber-Doppel bei den Jungen: (v.l.) Michael Matthes und Marcus Mödinger

 

Nicht für Medaillen, aber trotzdem für einige schöne Erfolge reichte es bei den jüngsten Jungs, die Brüder Lukas (U12) und Robin Schönfuß (U11) überstanden beide ihre Gruppen, Robin schaffte es sogar noch eine Runde weiter und musste sich erst im Viertelfinale geschlagen geben. David Drescher (U12) musste sich bereits nach der Gruppenphase verabschieden.


Bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag gab es nur Grund zu jubeln. 15 Medaillen, davon viermal Gold und sechsmal Silber, der Vereinsrekord zum sechsten Mal in Folge überboten und auch von der Qualität (2013: 2 x Gold, 2 x Silber) und den einzelnen Leistungen her das klar beste Ergebnis jemals. Und für dieses Ergebnis gab es dann auch die ganz große Belohnung: Der TGV Abstatt war bei den Jugend-Bezirksmeisterschaften 2014 der drittbeste Verein – zum ersten Mal überhaupt, der dritte Platz hinter den zwei Tischtennis-Großvereinen Heilbronn und Neckarsulm! Alle Jugendlichen dürfen stolz auf dieses grandiose Ergebnis sein und zusammen mit ihnen auch die Trainer, die Eltern und der gesamte Verein. Was noch vor fünf Jahren niemand für möglich gehalten hätte, ist nun Abteilungsgeschichte.

 

Drittbeste Tischtennisjugend hinter Heilbronn und Neckarsulm: Die stolzen Abstatter Medaillen-Gewinner haben sich gegen die Spieler aus insgesamt 30 teilnehmenden Vereinen durchgesetzt (hinten v.l.: Marcus Mödinger, Michael Matthes, Tobias Mödinger, Annalena Ogrodnik, Annika Brandt; vorne v.l.: Melissa Millaku, Victoria Merz, Rebecca Merz, Celine Maier, Daniela Fetzer; es fehlen: Miriam und Saskia Kurtzhals).

 

Simon Leißler


 
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