Final-Rückspiel der Deutschen Tischtennismeisterschaften in Würzburg
Würzburg - Frickenhausen 6:2
Nach der Saison sind es die ersten vier Teams der Bundesliga-Tabelle, die die Play-Offs erreichen. Frickenhausen und Würzburg hatten in diesem Jahr dort die Nase vorn und schafften den Einzug in das Finale um die Deutsche Tischtennismeisterschaft. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Finalisten hatte mit einem 5:5 geendet, folglich war im Rückspiel noch alles offen. Wie schon beim Endspiel des Europapokals in Plüderhausen sponserte die Mannschaft aus Würzburg interessierten Fans die Anfahrt und den Eintritt zu diesem Tischtennis-Großereignis, um sich Rückenwind für die entscheidende Begegnung zu verschaffen. Auch diesmal vertraten einige Jugendspieler gemeinsam mit ihren Trainern und deren Freundinnen die Farben des TGV. Los ging es am Sonntag, dem 19.6., in Mundelsheim, von wo aus uns der Würzburger Fanbus in die bayrische Metropole chauffierte. Spielbeginn war um 15.15 Uhr:
 

Das Eröffnungsspiel: Im Spiel der beiden Einser-Doppel behielt die Würzburger Paarung Korbel/Leung (links) die Oberhand.
 
In den Doppeln trennte man sich unentschieden. Die Einzel des ersten Paarkreuzes boten den ca. 4000 Zuschauern in der S.Oliver-Arena furiose Ballwechsel und großes Tischtennis. Während Petr Korbel einen Punkt für die Heimmannschaft holte, besiegte Ma Wenge vom TTC Frickenhausen seinen Landmann Leung mit 3:2 und glich somit aus. Ein Highlight war sicherlich die nun folgende Begegnung von Torben Wosik und dem Würzburger Abwehrgenie Evgueni Chtchetinine aus Weißrußland. Wosik versuchte alles, konnte aber im Entscheidungssatz dem ungeheuren Schnittwechsel seines Widersachers nicht mehr Herr werden. Nach einer weiteren Niederlage der Frickenhausener war der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte für die Gastgeber zum Greifen nahe. Leung und Korbel verloren zwar beide den ersten Satz, schafften dann aber doch das schier Unmögliche: Beim Stand von 4:2 hatten beide Spitzenspieler zur gleichen Zeit Matchball und verwandelten diesen exakt im selben Moment!
 

Die Abstatter Delegation nach dem Spiel: (v.l.:) Gero, Tabea, Stephie, Michael, Anne; (hinten:) Jürgen
 
Somit hatte sich der Aufwand für Würzburg gelohnt. Die Deutsche Meisterschaft ging nach Bayern und auch wir hatten wieder einen genauso lehrreichen wie spannenden Tag voller Weltklasse-Tischtennis, den wir nicht so schnell vergessen werden.
Simon Leißler