Tischtennisausflug 2011 wurde zur Wasserschlacht

13 wanderfreudige TT-ler mit Anhang brachen freitagabends zum alljährlichen Abteilungsausflug in Richtung Immenstadt auf. Die Wetterprognose für das bevorstehende Wochenende (18./19. Juni) ließ leider sehr zu wünschen übrig, so dass wir uns am Abend in der kleinsten Brauerei Immenstadts mit selbstgebrautem Bier und gutem Essen auf unsere Herausforderungen gut vorbereiten mussten.
Welch` Überraschung am Morgen, der Wettergott behielt leider Recht: Es schüttete wie aus Eimern! Nichtsdestotrotz brachen wir getreu dem Motto "es gibt nur schlechte Kleider und kein schlechtes Wetter" auf. Unser ursprünglicher Plan - die Bezwingung der Nagelfluhkette - war aufgrund der Wettersituation leider zu gefährlich, so dass unser neues Ziel Oberstaufen hieß. Mit modernster Kleidungstechnologie und zusätzlich mit Regenschirmen bewaffnet fühlten wir uns im "Allgäuer Schnürlesregen" jedoch gut gerüstet.
 

Gegenseitiges Mut-Zusprechen auf den ersten Metern: "Das lässt sicher irgendwann nach. Kann ja nicht den ganzen Tag durchregnen." - Von wegen!
 
Unsere erste Etappe führte am Alpsee vorbei in Richtung Zaumberg mit dem Ziel, die erste und einzige Rast auf der Pfarralpe zu machen. Gegen Mittag erreichten wir reichlich durchnässt die Pfarralpe, die uns mit einer gemütlichen und wohlig warmen Hütte empfing. Nach reichlicher Stärkung und mit leidlich getrockneten Kleidern machten wir uns weiter in Richtung Köhleralpe auf. Windböen, Regen und Matsch machten den weiteren Verlauf der Wanderung zum Härtetest; niemals aufgeben war jedoch das oberste Gebot! Zusätzlich erschwerend kam hinzu, dass die Zeitangaben auf den Hinweisschildern in Richtung Oberstaufen ständig zu unseren Ungunsten variierten - so war z.B. einmal der Weg zum Start kürzer als der zum eigentlichen Ziel.
Trotz aller widrigen Bedingungen erreichten wir um 16:18 Uhr nach 5,5 Stunden Wanderzeit und 23,5 Kilometern reichlich durchnässt und ausgekühlt den Bahnhof von Oberstaufen. Laut Fahrplan fuhr unser Zug in Richtung Immenstadt um 16:20 Uhr. Unsere Bahn-erfahrene Ines hatte den Fahrkartenautomaten gut im Griff und Andreas das nötige Kleingeld zur Hand, so dass wir den beheizten Zug noch rechtzeitig erreichten. Im Zug war allerdings nur eine kurze Verschnaufpause möglich, da die Rückfahrt nach Immenstadt nur 13 Minuten dauerte und dann ein letzter Fußmarsch in Richtung Unterkunft bevorstand.
 

Rund 24 Kilometer und einen halben Tag später: Keine Veränderung, es regnet nach wie vor wie aus Kübeln. Keine Minute hatte es auf der ganzen Wanderung aufgehört (oder auch nur einmal kurz nachgelassen), aber das rettende Ziel ist schon fast in Sichtweite.
 
Nach einer ausgiebigen, gründlichen und heißen Dusche konnten wir wieder an den Freuden des Lebens teilhaben und bei einem gemeinsamen Abendessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen. Einige Wanderfreunde mussten sich allerdings an diesem Abend schon etwas früher in die Regenerationsphase begeben.
Sonntagmorgen - die Wetterumstände hatten sich leider nicht gebessert - musste die geplante Wanderung zum Alpsee leider "ins Wasser" fallen. Als Plan B hatten wir einen Altstadtbesuch von Ulm vorgesehen, der allerdings auch dem sintflutartigen Regen zum Opfer fiel. So machten wir uns in Richtung Heimat auf und erst im Großraum Stuttgart besserte sich die Wettersituation. Spontan nahmen wir einen Besuch des Fernsehturms in Angriff, der uns mit traumhafter Fernsicht und guten Speisen im Panoramarestaurant belohnte.
 

Auf 217 Metern zum ersten Mal trocken: Im Restaurant des Stuttgarter Fernsehturms ließen wir das "feucht-fröhliche" Wochenende gemütlich ausklingen.
 
Das rundum gelungene Wochenende bleibt sicherlich allen Wanderfreunden in guter Erinnerung und wir freuen uns schon heute auf unser nächstes Abenteuer; wie immer perfekt organisiert von unserem Quälix Markus.
Ines, Markus und Andreas (Bilder: Alex, Simon)