30.5.2015

Ganz großer Sport“ oder: Wie man das 5. Alexander-Remmele-Gedächtnisturnier gewinnt!


Schritt 1: Die Rahmenbedingungen

Damit ein Turnier gewonnen werden kann, muss es erst einmal stattfinden und das tut es, wie in jedem ungeraden Jahr auch 2015 (zum Sage und Schreibe zwölften Mal!) wieder am Vatertag. Dieses Mal fiel er auf den 14. Mai. Zusätzlich braucht es natürlich auch 48 hochmotivierte Spieler aus nah und fern, die sich allesamt auf einen tollen Turniertag freuen, sowie kontinuierlichen Sonnenschein, damit die Sportler zwischen den Spielen in gemütlicher Atmosphäre unter freiem Himmel sitzen und sich in entspannten Gesprächen vom Trubel in der Halle erholen können. Denn dort ging es selbstverständlich wieder hoch her.

 

Volles Haus beim 5. Alexander-Remmele-Gedächtnisturnier am 14. Mai 2015 in Abstatt.

 

Schritt 2: Die Regeln

Gespielt wird beim ARGT seit jeher in zwei Konkurrenzen. In einer „bis Kreisliga“ und in einer „bis Landesliga“. Die Spieler treten in ihren jeweiligen Klassen immer in Zweier-Teams gegeneinander an und tragen hier zunächst ihre Einzel aus. Steht es danach nicht 2:0 für eines der beiden Teams, sondern 1:1, wird zur Entscheidung noch ein Doppel gespielt. Nach diesem System kämpfen sich die Partner zunächst durch eine Gruppenphase, um in der anschließenden K.O.-Runde um die vorderen Platzierungen zu spielen. Zu beachten ist außerdem, dass die Kreativität des Teamnamens nicht zwingend mit der Spielstärke in Verbindung steht, wohl aber das ein oder andere Mal für einen Lacher verantwortlich sein kann.


Schritt 3: Die Gruppenphase

Wer also sicher in der Halle angekommen und sich mit dem Regelwerk vertraut gemacht hatte, kann beruhigt in die Gruppenphase starten, wobei das mit der Ruhe ja immer so eine Sache ist. Bei den meisten Spielern der Konkurrenz „bis Kreisliga“ verflog diese nämlich schon recht schnell, nachdem die anderen Teams begutachtet worden waren. Besonders ein Gegner hatte es dieses Mal wirklich in sich. Die 11-jährige Ramona Betz aus Neckarsulm spielte gemeinsam mit ihrem Vater groß auf und schaffte es souverän in die Endrunde. Auf dem Weg dorthin machte sie es einigen weitaus erfahreneren Spielern durchaus schwer und sammelte sich bei allen Teilnehmern größten Respekt. Auch wieder dabei war in dieser Konkurrenz unser Jugendteam (Team 99), das aus den zwei TTR-stärksten Jugendspielern des Vereins, Daniela Fetzer und Marcus Mödinger (eingesprungen für Michael Matthes) bestand. Doch obwohl die beiden ihr Bestes gaben, reichte es Team 99 leider nicht für die K.O.-Runde.

Auch in der Landesliga boten sich den Zuschauern spannende und hochklassige Gruppenspiele, hier war das gesamte Feld sehr eng beieinander, was viele Überraschungen mit sich brachte. Große Spiele führen unweigerlich - gleich ob in der Kreis- oder Landesliga - zu großem Hunger. Um diesem Problem Herr zu werden, folgt nach der Gruppenphase der wahrscheinlich wichtigste, sicher aber einer der beliebtesten Schritte des gesamten Tages:


Schritt 4: Die Verpflegung

Dank zahlreicher Kuchen- und Salatspenden sowie einem tollen Küchenteam war über den gesamten Tag hinweg wieder bestens für Verpflegung gesorgt. Eine eingeplante Mittagspause gab es zwischen den Gruppenspielen und der K.O.-Phase. Wer die aber im Siegesrausch verpasste, konnte sich seinen Schweinebraten auch noch zur Kaffeezeit bestellen. Der Erlös ist in unserer Vereinskasse bestens aufgehoben, und so bedanken wir uns bei allen fleißigen Essern und Spendern, die auch unser „Jugendkassensparschwein“ unermüdlich gefüttert haben. Und wenn wir schon beim Bedanken sind, dürfen natürlich auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer nicht fehlen, die bei Turnierleitung, Auf- und Abbau, in der Küche oder mit Essensspenden wieder einmal dafür gesorgt haben, dass dieses Turnier absolut reibungslos abgelaufen ist.

 

In entspannter Atmosphäre und unter blauem Himmel stärken sich die Sportler für die nächsten Spiele.

 

Schritt 5: Die K.O.-Runde

Frisch gestärkt konnten nun alle Spieler in die Endrunde starten, welche interessante Begegnungen und natürlich wieder hochkarätige Spiele versprach. So eines bekam man dann auch schon direkt im Viertelfinale der Konkurrenz „bis Kreisliga“ zu sehen, als die Zweitplatzierten des letzten Turniers und Sieger von 2011 Hajo Carrara und Maik Dolder aus Schozach/Hüttlingen Opfer des oben bereits erwähnten Vater-Tochter-Teams Betz wurden. Dieses forderte nun im Halbfinale die späteren Zweitplazierten heraus, musste sich jedoch nach hartem Kampf geschlagen geben. Ebenso wie im Spiel um Platz 3, wo sie aufgeben mussten, da Ramona noch am selben Tag beim Bundeskaderlehrgang in Düsseldorf erwartet wurde, wo sie gemeinsam mit den besten Jugendspielern Deutschlands trainiert. Somit wurde der dritte Platz von den beiden Spielern aus Großbottwar, Thomas Friedl und Stefan Kubelj belegt. Im sehr spannenden, am Ende jedoch überraschend deutlichen Finale der insgesamt sehr eng beieinander liegenden Gruppe konnte sich schließlich das Team aus Ilsfeld mit Frank Dreeßen und Marcus Ehret gegen die Heilbronner „Lefthander“ Meinolf Arens und Uwe Drauz durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch!

Ähnlich aufregend ging es in der Landesliga-Konkurrenz zu. Nachdem es schon im Viertelfinale bei drei von vier Spielen zum entscheidenden Doppel gekommen war, mussten durch dieses im Halbfinale alle durch. Das Spiel um Platz drei gegen das mit favorisierte Team aus Heilbronn mit Thomas Hunyar und Manuel Drauz bestritt schließlich die Paarung mit dem Namen „Voll vom Vortag“. Diese bewies jedoch mit einem starken Spiel, dass vom Namen nicht unbedingt auf die Verfassung zu schließen ist, und so holten sich Patrick Schuster und Alexander Acker verdient den dritten Platz der Landesliga Gruppe. Im Finale standen die mittlerweile schon Routinesieger André Wießmann und Christian Keller aus Mönchberg mit dem Namen „Spessarträuber“ den Überraschungsfinalisten aus Neckarsulm Michael Zornmüller und Daniel Wörner gegenüber. Hier konnten sich die Räuber wie in den letzten Jahren durchsetzen und schafften, ohne Doppel den Turniersieg der Konkurrenz „bis Landesliga“. Mit fünf Schritten sind wir nun am Ende dieses 5. ARGTs angekommen, welches hoffentlich allen Beteiligten wieder sehr viel Spaß gemacht hat. In einer Neuauflage von Schritt 4 (Verpflegung) haben die Spieler den Tag schließlich bei bester Laune ausklingen lassen. Wir bedanken uns für euer Kommen und hoffen dass ihr alle in zwei Jahren wieder mit dabei seid!

 

Die Sieger der Gruppe „bis Landesliga“(v.l.n.r.): Gunther Schmidt (Turnierleitung), Christian Keller, Andre Wissmann, Alexander Acker , Patrick Schuster, Daniel Wörner und Michael Zornmüller.

 

Annika Brandt

 
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